Demnächst hat die SVB wieder die Chance, das örtliche Stromnetz zu übernehmen.

Sehr geehrter Herr Mues,

wegen der in naher Zukunft auslaufenden Konzessionsverträge ergibt sich zurzeit die Chance, das Niederspannungs-Stromnetz als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge der BürgerInnen in die eigen Hand zu nehmen. Zahlreiche Gemeinden haben dies schon getan oder überlegen, es zu tun.

Am 24.04.2011 sagte der damalige Kämmerer Baumeister dem Internetportal "Der Westen" der Funke Medien Gruppe: Damit können wir gute Voraussetzungen schaffen um in zehn Jahren vielleicht zu sagen: Wir übernehmen das Netz in kommunale Hand"[1] Nun sind bald diese zehn Jahre um. Sind die kommunalen Versorgungsbetriebe nun bereit, sich mir Erfolg um die Konzession zu bewerben?

2012 wurde die Konzession an RWE vergeben. Der Betrieb des örtlichen Stromnetzes durch einen kommunalen Betreiber würde Synergieeffekte mit sich bringen: Dann verbliebe auch die Wertschöpfung durch das Stromnetz in der eigenen Region und es ergäben sich größere Möglichkeiten, ein besseres Gesamtkonzept für eignen Energieversorgung - insbesondere auch im Hinblick auf die Umstellung auf regenerative Energien – zu entwickeln.

Bitte teilen Sie mir mit, welche Absichten die Stadt verfolgt.

Mit interessierten Grüßen

Ihre aufmerksamen Bürger*innen

[1]: https://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-siegen-kreuztal-netphen-hilchenbach-und-freudenberg/hitzige-debatte-um-kommunalisierung-id4570032.html

Hintergrund

Am 14.03. fand eine Veranstaltung zu "Raus aus RWE" statt (Chaos Siegen berichtete: 1, 2). Eines der Ergebnisse ist dieser Offene Brief an den Bürgermeister. Er und die Fraktionen des Stadtrates erhielten den Brief postalisch am 15.03.2019. Diesen Brief kann jeder ausdrucken unterschreiben und verschicken. Wir fordern herzlich dazu auf! Es gibt eine Übersicht aller Ergebnisse und Mitmach-Aktionen.

Du bist herzlich willkommen bei Hackers Against Climate Change mitzumachen!

(Coverimage Cameron Kirby